Rund ums Kind

Nur der beste Schutz für Kleinen? Kindersitze im ADAC-Test

Der eine Kindersitz fällt wegen zu hoher Schadstoffwerte durch den ADAC-Kindersitz-Test, der nächste versagt beim Frontaufprall. Von den 15 vom ADAC getesteten Sitzen erhielten vier das niederschmetternde Urteil „mangelhaft“, unter ihnen auch zwei Sitze der Traditionsmarke Römer.

Schlechte Ergebnisse sind alarmierend

Bei dem ADAC-Test gab es auffallend schlechte Modelle, bei dem Sitz der Firma Nania wurde beispielsweise das Kind ungeschützt bei einem Seitenaufprall an die Autotür gedrückt und bei dem Kindersitz der Firma Axkid riss die Isofixverankerung.
Der Kindersitz Xtensafix von Römer (Klasse 1 bis 3) schnitt mit der Note mangelhaft ab. Beim Crashtest rutschte der Gurt aus der Führung und verletze den Hals des Kindes.
Ebenfalls von der Marke Römer bestand auch der Max-Fix (ein rückwärts gedrehter Sitz; auch Reboarder genannt) wegen hoher Schadstoffbelastung den Test nicht.
Urteil: mangelhaft.
Nicht nur mit Schadstoffen belastet, sondern auch als schlecht verarbeitet zeigte sich der Axkid Kidzofix der Klasse 1-2. Hier riss die Isofixverankerung in dem Frontcrash, wodurch der Sitz durch das Fahrzeug katapultiert wurde.
Ebenfalls durch den ADAC-Test fiel die Babyschale Nania Baby Ride für Kinder bis 1,5 Jahre. Diese versagte komplett, das Kind würde während eines Unfalls völlig ungeschützt an die Fahrzeugtüre prallen.



Kindersitze können auch begeistern

Während sich jedoch der Cybex Juno 2-Fix mit einer sehr guten Beurteilung als das beste Produkt erwies, schnitten diese Kindersitze mit einem gut im Test ab:

  • Casualplay Q-Retraktor Fix & Support Leg
  • Casualplay Q-Retraktor Fix
  • Römer Kidfix XP SICT
  • Storchenmühle Solar
  • Recaro Monza Nova 2 und
  • Recaro Monza Nova 2 Seatfix

Aufgrund der guten Sicherheitsvoraussetzungen und der fehlenden Schadstoffbelastung wurden die Kriterien des Tests erfüllt.

Auf diese Dinge sollten Sie beim Kauf achten:

In dem ADAC Test wurden aus allen Gewichtsklassen die Kindersitze bezüglich der Bedienung, Sicherheit, Reinigung, des Schadstoffgehaltes und der Verarbeitung getestet.

Der ADAC empfiehlt, das der Nachwuchs bei jeder Fahrt mit einem Sitz gesichert sein muss. Nicht jeder Kindersitz passt optimal in jedes Auto, deshalb sollten sich Eltern bereits vor dem Kauf unbedingt mit dem Einbau und der Bedienung auseinandergesetzt haben. Um hier eventuellen Fehlern aus dem Weg zu gehen muss die Bedienungsanleitung genauestens befolgt werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich, den jeweiligen Sitz bereits vor dem Kauf im eigenen Fahrzeug zu testen und auch auf einen korrekten Gurtverlauf zu achten. Wenden Sie sich im Zweifelfall an einen Fachhändler.

Bildquelle: R.-Andreas – fotolia Similar Posts: