Rund ums Kind

Fördert klassische Musik die Entwicklung von Kindern?

Fördert klassische Musik die Entwicklung von Kindern?Musik begleitet uns in vielen Variationen ein Leben lang. Besonders der klassischen Musik werden außergewöhnliche Effekte zugesprochen, die sich positiv auf unser Gefühlsleben auswirken und für ein seelisches Gleichge-wicht sorgen. Aus diesem Grund ist die Klassik immer häufiger ein Teil von Therapien.

Klassik macht schlau

Doch kann die klassische Musik auch die Entwicklung von Kindern fördern? In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich beim Hören von klassischer Musik die Intelligenz von Kindern und Erwachsenen steigern lässt. Man spricht hier auch vom sogenannten Mozart-Effekt. Wissenschaftler der University of California bewiesen im Jahr 1993, dass schon das zehnminütige Hören einer Klaviersonate von Mozart, die räumliche Vorstellungskraft der Testpersonen verbessert. Diese positiven Effekte lassen sich durch eigenes Musizieren noch wesentlich steigern. Jürgen Schupp und sein Forscherteam vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, bestätigten dies mit einer Umfrage bei 2000 Schülern. Demnach erreichten Kinder mit einer klassischen Musikausbildung, im Durchschnitt eher die Qualifikation zum Gymnasium als Kinder, die nicht musikalisch aktiv waren. Die Herkunft der Kinder spielte bei dieser Studie übrigens keine Rolle. In vielen Ländern wie zum Beispiel Japan, wird deswegen auch die klassische Musikausbildung von Kindern besonders stark gefördert. Dies wirkte sich positiv auf die schulischen Leistungen aus. Altersgrenzen gibt es hier nicht. Selbst Babys lauschen gern wohltönenden musikalischen Klängen.



Musizieren fördert das Wohlbefinden und Sozialverhalten von Kindern

Beim gemeinsamen Musizieren lernen Kinder schnell, sich in der Musikgruppe einzubringen. Das aufeinander Hören hilft vielen, auch im alltäglichen Leben mit Konflikten konstruktiver umzugehen. Außerdem wird das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt und Konzentrations-Schwächen vermindert. Das regelmäßige Üben fördert die Ausdauer, Willenskraft und Motivation des Musikschülers, was sich wiederum auch positiv auf die schulischen Leistungen des Kindes auswirkt. Neben der Freude und dem Erleben der Musik, werden Fähigkeiten wie das Sozialverhalten und die kommunikativen Fähigkeiten gestärkt. Deswegen sollten Eltern schon frühzeitig beginnen, ihre Schützlinge musikalisch zu fördern. Zwang ist hier jedoch zu vermeiden. Besser ist es, das Kind für die Musik zu begeistern. Nur so ist es möglich, die oben genannten positiven Effekte auch zu erreichen. Der Spaß sollte hier aber immer auch im Vordergrund stehen. Er ist die beste Motivationshilfe und darf auf keinen Fall zu kurz kommen. Lustige Kinderlieder sind sehr hilfreich, um die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Musik zu lenken.

Fachkundige Beratung ist wichtig

Lassen Sie sich von fachkundigen Musikpädagogen beraten. Oftmals bieten Schulen bzw. Musikschulen interessante Projekte an, die den ersten Schritt zur klassischen Musik erleichtern. Ein guter Musikunterricht muss auch nicht teuer sein. Je nach Einkommen, bieten viele Musikschulen auch Ermäßigungen an. Viele Eltern stellen später verblüfft fest, dass ihre Kinder sich durch die Musik zu einem fröhlichen, selbstbewussten jungen Menschen entwickelt haben. Die klassische Musik, kann in der Tat die Entwicklung Ihres Kindes positiv beeinflussen. Selbst wenn später aus Ihrem Kind kein Virtuose wird, lohnt sich die musikalische Ausbildung auf jeden Fall. Viele Erwachsene, die in frühen Jahren ein Musikinstrument gelernt haben, spielen es auch später weiter.

Bild: matttilda – FotoliaSimilar Posts: